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KMU 4.0 – Digitalisierung im Mittelstand

Wie der Mittelstand die Digitalisierung meistern kann

Die Herausforderungen der digitalen Transformation in KMUs sind erstmal nicht digital, sondern ähneln klassischen Changeprojekten. Im Vordergrund stehen dabei anfangs nicht Technologiefragen, sondern die Leitbilder aus Unternehmenskultur und -führung, sowie Unternehmensorganisation und -kommunikation. Erst später im Projekt werden neue Technologien implementiert und Daten genutzt, um die digitalen Mehrwerte zu heben.

Insofern ist der reflexhafte Griff in die vorhandene IT als Auslöser und Treiber der digitalen Transformation oft zu kurz gegriffen. Digitalisierung lässt sich nicht in (IT-) Abteilungen kapseln sondern betrifft grundsätzlich das gesamte Unternehmen.

Wie also ist der Weg in die digitale Transformation für KMUs, die selten die Mittel für ein eigenes Team oder Management für die Digitalisierung bereitstellen können?

Aus unserer Erfahrung empfehlen wir folgendes Vorgehen:

1. Schritt:
Feststellung des Digitalen Reifegrads

Wo steht Ihr Unternehmen hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Digitalen Transformation aus Sicht von Führung, Organisation, Kommunikation, Geschäftsmodell, Kundenstruktur und Technologie? Ergebnis solcher Workshops unter Leitung von externen Digitalexperten sind die jeweiligen Standortbestimmung sowie abgeleitete Handlungsempfehlungen und Arbeitspakete. Die digitale Reiseplanung sozusagen! Organisatorisch und Inhaltlich.

2. Schritt:
Digitalisierung vorhandener und bekannter Kundenbedarfe

Erste Station der Reise nach Digitalien ist die Transformation bestehender Kundenbedarfe und Geschäftsmodelle. Die Frage lautet: Wie stellen wir unseren Kunden vorhandene Produkte, Lösungen, Leistungen digital oder über digitale Kanäle zur Verfügung. Dabei steht weniger das Was als das Wie im Vordergrund. Wie bedeutet hier kleine, agile und prototypische Technologieprojekte, die ein konsequent an Kundenbedürfnissen orientiertes Lernen und Verbessern ermöglichen. Fehler machen gehört ausdrücklich dazu! Das Vorgehen in kleinen Projektschritten hält das Risiko aber klein, und sorgt für kontinuierliche Lernfortschritte in der Organisation. Nicht selten lernt man auf Grund der anderen Projektperspektive auch noch Neues über sein „klassisches“ Geschäft.

3. Schritt:
Digitalisierung neuer, noch nicht bekannter Kundenbedürfnisse

Hier verläßt das Unternehmen sein Terrain und Wissen um bekannte Kundennutzen und Bedürfnisse, um strategisch neue Potentiale zu identifizieren. Im Reisesujet gesprochen eine Abenteuerreise und damit das bewußte Verlassen von Komfortzonen. Die Frage lautet: Können wir neue Digitale Geschäftsideen und -modelle entwickeln und damit in neue Bereiche vorstoßen? Haben oder bekommen wir die Daten die wir dafür brauchen. Das agile, am Kunden orientierte Vorgehen unterscheidet sich nicht vom vorherigen Schritt, die neue Unbekannte ist aber das in diesem Bereich meist noch fehlende Markt- und Kundenwissen. Vielleicht brauchen Sie auch ein neues Ökosystem, neue Partner für diesen Teil Ihrer digitalen Reise? Grundsätzlich ist hier Offenheit und Experimentier-freudigkeit erforderlich, da oft nur die grobe Richtung, nicht aber der konkrete Weg zum Ziel bekannt sind.

Fazit:

Binden Sie von Anfang an nicht nur Ihre IT sondern Ihre Gesamtorganisation in die Digitale Transformation ein. Nutzen Sie externe Digitalexperten für die ersten Schritte als Wegbereiter und Beschleuniger. Seien Sie mutig, probieren Sie aus und akzeptieren Sie Fehler als Teil des Lernprozesses.

Sie haben Interesse an diesem Thema?

Gerne beraten wir Sie, in welchem Umfang die Digitalisierung Einfluss auf Ihr Unternehmen, Ihr Geschäftsmodell und Ihren Markt hat.